A/B Vergleich

Damit die vom Mischpult kommenden Summensignale im Klang möglichst unverfälscht die Endstufen durchlaufen, müssen die zur Verstärkung verwendeten Transistoren mit Ruhestrom betrieben werden. Das Anlegen von Ruhestrom schiebt den Arbeitspunkt einer Transistorstufe in den linearen Kennlinienbereich, so dass die Verstärkung verzerrungsarm vonstatten geht. Nachteil: Ruheströme tragen nichts zur Ausgangsleistung einer Endstufe bei, sondern müssen stets als Verlustleistung bzw. als Abwärme verbucht werden. Hierbei gilt es Kompromisse zu finden: Der sogenannte „Class A\“-Betrieb liefert exzellente Klangergebnisse (HiFi-Enthusiasten schwören drauf), benötigt aber derart viel Ruhestrom, dass der Wirkungsgrad einer solchen Endstufe bei nur wenigen Prozent liegt. Mit anderen Worten: A-Endstufen werden übermässig heiß und liefern nur geringe Ausgangsleistungen – für P.A.-Zwecke ungeeignet. Im „Class B\“-Betrieb wird der Ruhestrom minimiert – die Endstufe liefert mehr Ausgangsleistung bei geringerer Erwärmung. Da nun aber verstärkt auch nicht lineare Bereiche der Transistorkennlinien durchlaufen werden, fügt die B-Endstufe dem Signal Verzerrungen hinzu, der Klirrfaktor steigt, und der Klang leidet. Folglich arbeiten die meisten herkömmlichen P.A.-Endstufen im A/B-Betrieb, der mit knapp 70% Wirkungsgrad einen guten Kompromiss zwischen Klangqualität und Ausgangs- bzw. Verlustleistung darstellt.